Die Kosten einer Sifa-Ausbildung liegen je nach Anbieter und Format zwischen etwa 2.000 und 6.000 Euro für die gesamte Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit. Hinzu kommen indirekte Kosten wie der Arbeitsausfall während der Lehrgangszeiten. Für Unternehmen, die diese Investition scheuen, gibt es Alternativen: die externe Beauftragung einer erfahrenen Sifa über einen spezialisierten Dienstleister.
Fehlende Arbeitssicherheitsbetreuung kostet Unternehmen mehr als die Ausbildung selbst
Wer keine qualifizierte Fachkraft für Arbeitssicherheit im Betrieb hat, riskiert empfindliche Bußgelder, Haftungsrisiken bei Arbeitsunfällen und Probleme bei Betriebsprüfungen durch die Berufsgenossenschaft. Die gesetzliche Pflicht zur sicherheitstechnischen Betreuung nach dem ASiG und der DGUV Vorschrift 2 gilt für nahezu alle Unternehmen, unabhängig von der Betriebsgröße. Wer diese Pflicht ignoriert, zahlt am Ende deutlich mehr, als jede Ausbildung kostet. Der nächste Schritt: Prüfen Sie zunächst, ob eine interne Ausbildung oder die externe Beauftragung einer Sifa wirtschaftlich sinnvoller ist.
Die falsche Betreuungsform bremst Ihren Arbeitsschutz aus
Viele Unternehmen schicken einen Mitarbeiter in die Sifa-Ausbildung, ohne vorher zu prüfen, ob er danach genügend Zeit und Ressourcen hat, die Aufgabe wirklich auszufüllen. Eine Sifa, die neben ihrem eigentlichen Job nur sporadisch Sicherheitsbegehungen durchführt, erfüllt die Anforderungen oft nicht vollständig. Das Ergebnis: Lücken in der Gefährdungsbeurteilung, fehlende Unterweisungen und ein erhöhtes Haftungsrisiko für den Arbeitgeber. Die Lösung liegt nicht immer in der Ausbildung, sondern manchmal von Anfang an in der richtigen Betreuungsstruktur.
Was ist eine Sifa-Ausbildung und wer braucht sie?
Eine Sifa-Ausbildung ist die Qualifizierung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG). Sie befähigt dazu, Arbeitgeber in allen Fragen des Arbeitsschutzes zu beraten, Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen und Sicherheitsbegehungen durchzuführen. Jedes Unternehmen in Deutschland ist verpflichtet, eine Sifa zu bestellen.
Die Pflicht zur Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit ergibt sich aus dem ASiG in Verbindung mit der DGUV Vorschrift 2. Sie gilt branchenübergreifend und betrifft Unternehmen aller Größen. Kleinere Betriebe können unter bestimmten Voraussetzungen das Unternehmermodell nutzen, bei dem der Inhaber selbst die Grundbetreuung übernimmt. Für alle anderen ist eine qualifizierte Sifa Pflicht.
Die Ausbildung richtet sich an Personen mit einer technischen, naturwissenschaftlichen oder medizinischen Berufsausbildung und entsprechender Berufserfahrung. Alternativ können Unternehmen eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit beauftragen, ohne einen eigenen Mitarbeiter ausbilden zu müssen.
Wie viel kostet eine Sifa-Ausbildung insgesamt?
Die Sifa-Ausbildung kostet je nach Anbieter und Bundesland zwischen etwa 2.500 und 6.000 Euro für die gesamte Ausbildung. Hinzu kommen Kosten für Reise und Unterkunft sowie vor allem der Arbeitsausfall des Mitarbeiters während der Präsenzphasen, die sich über mehrere Monate erstrecken.
Die Ausbildungskosten setzen sich aus mehreren Positionen zusammen:
- Lehrgangsgebühren: die direkten Kurskosten beim Anbieter, etwa bei der DGUV, bei Berufsgenossenschaften oder bei privaten Bildungsträgern
- Reise- und Übernachtungskosten: abhängig vom Veranstaltungsort und der Anzahl der Präsenztage
- Ausfallkosten: der Mitarbeiter ist während der Lehrgangszeiten nicht im Betrieb verfügbar
- Prüfungsgebühren: fallen je nach Träger separat an
Manche Berufsgenossenschaften bieten die Ausbildung für ihre Mitgliedsbetriebe vergünstigt oder sogar kostenlos an. Es lohnt sich daher, vorab bei der zuständigen BG nachzufragen, welche Angebote speziell für Ihren Betrieb gelten.
Welche Förderungen gibt es für die Sifa-Ausbildung?
Die Sifa-Ausbildung kann auf verschiedenen Wegen gefördert werden. Berufsgenossenschaften bieten häufig eigene Ausbildungsprogramme zu reduzierten Kosten an. Darüber hinaus kommen je nach Situation Förderinstrumente der Bundesagentur für Arbeit oder des Europäischen Sozialfonds infrage.
Konkret gibt es folgende Fördermöglichkeiten, die Unternehmen prüfen sollten:
- BG-eigene Ausbildungsangebote: Viele Berufsgenossenschaften führen die Sifa-Ausbildung selbst durch und verrechnen die Kosten über Beiträge.
- Qualifizierungsförderung nach § 82 SGB III: Für Arbeitnehmer in bestimmten Situationen kann die Bundesagentur für Arbeit Weiterbildungskosten übernehmen.
- Bildungsprämie oder Weiterbildungsstipendien: Je nach Bundesland und individueller Situation des Mitarbeiters möglich.
Die Fördermöglichkeiten hängen stark von der Unternehmensgröße, der Branche und der persönlichen Situation des Mitarbeiters ab. Eine frühzeitige Beratung durch die zuständige Berufsgenossenschaft oder die Bundesagentur für Arbeit spart Zeit und Geld.
Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Sifa?
Eine interne Sifa ist ein eigener Mitarbeiter, der zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ausgebildet wurde und diese Aufgabe nebenbei oder als Teil seines regulären Jobs übernimmt. Eine externe Sifa ist ein Dienstleister oder Berater von außen, der die sicherheitstechnische Betreuung vertraglich übernimmt, ohne zum Unternehmen zu gehören.
Beide Modelle erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nach ASiG und DGUV Vorschrift 2, wenn sie korrekt umgesetzt werden. Der wesentliche Unterschied liegt in Kosten, Verfügbarkeit und Flexibilität:
- Interne Sifa: höhere Anfangsinvestition durch Ausbildungskosten, dafür dauerhaft im Betrieb verfügbar und mit dem Unternehmen vertraut
- Externe Sifa: keine Ausbildungskosten, flexibel skalierbar, breite Erfahrung aus verschiedenen Betrieben, aber nicht täglich vor Ort
Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist die externe Lösung wirtschaftlich sinnvoller, weil die Sifa-Aufgaben nicht täglich anfallen und ein eigener Mitarbeiter die Funktion oft nur nebenberuflich ausfüllen kann. Die sicherheitstechnische Betreuung durch externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit bietet hier eine rechtssichere und kosteneffiziente Alternative.
Wie lange dauert die Sifa-Ausbildung?
Die Sifa-Ausbildung dauert in der Regel zwischen einem und zwei Jahren. Sie umfasst Präsenzphasen, Selbststudium und praktische Ausbildungsabschnitte im eigenen Betrieb. Die genaue Dauer hängt vom gewählten Ausbildungsweg und Anbieter ab.
Die klassische Ausbildung nach dem Konzept der DGUV gliedert sich in mehrere Phasen: theoretische Grundlagen in Präsenzseminaren, betriebspraktische Ausbildungsabschnitte und abschließende Prüfungen. Insgesamt sind mehrere Wochen Präsenzzeit, verteilt über den Ausbildungszeitraum, einzuplanen.
Neben dem klassischen Präsenzformat bieten viele Träger heute auch Blended-Learning-Formate an, die Online-Lernphasen mit Präsenztagen kombinieren. Das reduziert den Zeitaufwand für Reisen und ermöglicht eine flexiblere Einteilung, ohne die Ausbildungsqualität zu beeinträchtigen.
Wann lohnt sich die Sifa-Ausbildung für ein Unternehmen?
Die Sifa-Ausbildung lohnt sich für ein Unternehmen, wenn ein geeigneter Mitarbeiter die Sifa-Funktion dauerhaft und mit ausreichender Kapazität übernehmen kann und das Unternehmen groß genug ist, um den Betreuungsaufwand intern abzubilden. Für kleinere Betriebe ist die externe Beauftragung oft wirtschaftlicher.
Konkret spricht Folgendes für eine interne Ausbildung:
- Das Unternehmen hat mehr als 50 bis 100 Mitarbeiter und entsprechend hohen Betreuungsbedarf.
- Ein geeigneter Mitarbeiter mit technischem Hintergrund steht zur Verfügung und ist bereit, die Funktion langfristig zu übernehmen.
- Die Unternehmenskultur legt Wert auf interne Kompetenz im Arbeitsschutz.
- Die Branche ist sicherheitskritisch und erfordert häufige Vor-Ort-Präsenz der Sifa.
Für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern oder stark schwankendem Betreuungsbedarf rechnet sich die Ausbildung selten. Hier übersteigen die Ausbildungskosten und der Arbeitsausfall schnell den Nutzen, insbesondere wenn der ausgebildete Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und die Investition verloren geht.
So unterstützt ABEMA bei der Arbeitssicherheit in Ihrem Betrieb
Wir bei ABEMA bieten Unternehmen aus Industrie und Handwerk eine direkte Alternative zur internen Sifa-Ausbildung: die externe sicherheitstechnische Betreuung durch erfahrene Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Unsere Leistungen umfassen:
- Sicherheitstechnische Betreuung nach ASiG und DGUV Vorschrift 2
- Beratung des Arbeitgebers in allen Fragen des Arbeitsschutzes
- Erstellung und Aktualisierung von Gefährdungsbeurteilungen
- Regelmäßige Sicherheitsbegehungen und Sicherheitsunterweisungen
- Übernahme der SiGeKo-Funktion bei Bauprojekten
Unsere Sifa-Experten bringen langjährige Praxiserfahrung aus verschiedenen Branchen mit und kennen die typischen Herausforderungen in Ihrem Betrieb. Ob Sie die externe Betreuung als dauerhafte Lösung nutzen oder zunächst eine Übergangslösung suchen: Wir passen unser Angebot an Ihren konkreten Bedarf an. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und erfahren Sie, welches Betreuungsmodell für Ihr Unternehmen am besten passt.

